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Ausgeladen -
und doch präsent
Greenpeace lässt sich von niemandem den Mund verbieten. Trotz der "Ausladung"
des “Club des Jeunes Echternach” zum e-LaKe festival vom 8.-10. August (siehe unten) hat
Greenpeace beim Festival gegen Esso und seine klimafeindliche
Firmenpolitik protestiert.
Sehen Sie hierzu unsere Fotoreportage und die
Sprechblasen-Galerie.
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Pressecommuniqué vom 7. August 2003:
“e-LaKe festival” sponsored by Klimakiller Nr.1
“Uns ist der Klimawandel scheissegal”. So lautet das inoffizielle Motto des
diesjährigen e-Lake-Festivals, das am kommenden Wochenende am Echternacher See
stattfindet. Nachdem Greenpeace die Teilnahme am Festival aufgrund des Drucks
mehrerer luxemburgischer Firmen verwehrt wurde, steht seit gestern der
Klimakiller Nr.1, Esso, auf der offiziellen Sponsorliste.
Der “Club des Jeunes Echternach”, Organisator des Festivals, hatte Greenpeace
Ende Juni zum e-LaKe eingeladen. Geplant war unter anderem, im Rahmen der
“Boykott Esso-Tour” das Publikum über die klimafeindliche Firmenpolitik von Esso
zu informieren. Mitte Juli kam jedoch völlig überraschend die offizielle Absage
der Organisatoren. Wie sich herausstellte, hatte Esso Luxemburg, nachdem die
Teilnahme von Greenpeace bei e-Lake bekannt wurde, via Heinz van Landewyck und
Bernard Massard alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Greenpeace vom Festival
auszuschliessen. Unter anderem wurde den Organisatoren damit gedroht, zukünftig
das Sponsoring für das Festival zu entziehen.
“Dass sich der Club des Jeunes von Firmen wie Esso, Ducal / Heinz van Landewyck
und Bernard Massard erpressen lässt, ist schon Skandal genug”, sagt Pascal
Husting, Direktor von Greenpeace Luxemburg. “Doch dass der Club jetzt auch noch
dem grössten Klimakiller die Möglichkeit bietet, sein Image in der
Öffentlichkeit aufzupolieren, ist eine pure Provokation und ein Affront gegen
diejenigen, die schon jetzt unter den Folgen der Klimakatastrophe zu leiden
haben und die Grundlagen ihrer Existenz verlieren.”
Rekordhitze und Dürre in ganz Europa, Waldbrände in Portugal, Italien und
Kroatien, milliardenteure Ernteausfälle – nach der Flutkatastrophe im
vergangenen Jahr erlebt Europa erneut die verhehrenden Auswirkungen des
Klimawandels. Rückversicherungsunternehmen zufolge werden die Kosten des
Klimawandels bis zum Jahr 2050 auf weltweit jährlich 304,2 Milliarden $ steigen;
allein für Europa werden die Kosten auf 72,4 Milliarden $ pro Jahr geschätzt.
Auf Kosten von Mensch und Umwelt macht Esso/ExxonMobil derzeit Rekordprofite:
allein im ersten Halbjahr dieses Jahres erzielte der weltgrösste Ölkonzern mit
11,2 Milliarden Dollar einen mehr als doppelt so hohen Gewinn wie im ersten
Halbjahr 2002. Mehr als 1,2 Millionen Dollar gab Exxon in diesem Jahr bereits
aus, um mittels industrienaher Lobbyorganisationen die Energiepolitik von
US-Präsident Bush zu beeinflussen.
”Greenpeace wird sich von Esso nicht den Mund verbieten lassen. Wir werden – ob
erwünscht oder nicht – beim Festival gegen Esso und seine klimafeindliche
Firmenpolitik protestieren”, so Husting abschliessend.
Protestieren Sie per email bei den Organisatoren
von e-LaKe!
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